Projekt

Fakultät 05
Effizienz tiefengeothermischer Anlagen
Kategorie:
Projekt
BetreuerIn:
AutorIn:
Extern/e AutorIn:
Christian Bichler
Jahr:
2011
Geothermieanlage nahe München: Hier wird Thermalwasser mit einer Temperatur von 86 °C aus einer Tiefe von ca. 2500 m gefördert. Mit der thermischen Leistung von ca. 10.000 kW können 1.500 Einfamilienhäuser ressourcenschonend mit Wärme versorgt werden.
Geothermieanlage nahe München: Hier wird Thermalwasser mit einer Temperatur von 86 °C aus einer Tiefe von ca. 2500 m gefördert. Mit der thermischen Leistung von ca. 10.000 kW können 1.500 Einfamilienhäuser ressourcenschonend mit Wärme versorgt werden.

Wie lässt sich unser Energieverbrauch nachhaltig decken und dies nicht nur ökologisch sondern auch wirtschaftlich effizient?

In der nachhaltigen Nutzung der regionalen Energieversorgung nimmt die Geothermie in geologisch geeigneten Regionen eine zentrale Rolle ein. Zur Erzeugung von Wärme und Strom werden tiefengeothermische Anlagen eingesetzt.

Im Rahmen des Verbundprojekts werden ausgewählte tiefengeothermische Anlagen auf ihre Wirtschaftlichkeit sowie ökologische und energetische Effizienz zu untersuchen und hieraus Handlungsempfehlungen für Anlagenbetreiber und Planer entwickelt. Hierzu sollen die wesentlichen ober- und untertägigen Parameter an vier Anlagen im Süddeutschen Raum erfasst, eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt und daraus Optimierungsansätze abgeleitet werden. Die Gesamteffizienz einer Anlage ergibt sich durch das Zusammenwirken der über- und untertägigen Komponenten (z.B. Bohrloch, Pumpe, Wärmenetz). Deswegen soll außerdem ein geo- und betriebstechnischer Wissensaustausch zwischen Betreibern bestehender Anlagen und Planern zukünftiger Anlagen ermöglicht werden.

Im Rahmen des Verbundprojekts arbeitet die Hochschule München zusammen mit der Firma Erdwerk GmbH für eine ganzheitliche und vergleichende Untersuchung der unter- und obertägigen Anlagenteile der Geothermieanlagen in Pullach, Aschheim, Riem und Unterföhring. Die Hochschule München führt sowohl ober- als auch untertägige Parametererhebungen der tiefengeothermischen Anlagen durch (Monitoring) und entwickelt unter Nutzung der Ergebnisse ein Stimulationsverfahren zur Beschreibung von Gesamtanlagen. Hierzu arbeiten der Bereich Versorgungs- und Gebäudetechnik der Fakultät 05 und die Arbeitsgruppe Physikalische Simulation der Fakultät 06 zusammen.

Ziele:

  • Herausarbeitung von Optimierungspotenzialen zur kostengünstigen Gewinnung und Nutzung von Wärme und Strom aus Geothermischen Reservoiren
  • Entwicklung eines Simulationsverfahrens zur Beschreibung von Geothermieanlagen

Wärmetauscher für die Übergabe der Geothermie an ein Fernwärmenetz
Wärmetauscher für die Übergabe der Geothermie an ein Fernwärmenetz

Projektträger:

Projektträger Jülich

Partner:

Erdwerk GmbH hydrogeologie geothermie

In dieser zerklüfteten Gesteinsformation (Malm) ist in ca. 2.500 m Tiefe heißes Wasser vorhanden
In dieser zerklüfteten Gesteinsformation (Malm) ist in ca. 2.500 m Tiefe heißes Wasser vorhanden

Das Projekt wurde von 01.03.2011 – 28.02.2014 durch das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.